Das Montagsbuffet

oder: Warum unser Team jetzt montags schläft statt serviert (naja, fast)

Liebe Gäste,

es ist Zeit, offen zu reden. Über den Montag. Über das Buffet. Und darüber, was die Alternative gewesen wäre. 
Denn ja, wir haben es uns nicht leicht gemacht.

Irgendwann im vergangenen Jahr saßen wir zusammen und haben uns eine Frage gestellt, die sich viele Betriebe in unserer Branche gerade stellen: Wie schaffen wir es, an sieben Tagen in der Woche auf dem Niveau zu bleiben, das Sie von uns kennen und erwarten, wenn die Kosten in eine Richtung wandern, die wir uns vor drei Jahren noch nicht hätten vorstellen können? Personal, Energie, Lebensmittel. Alles wird teurer. Und zwar nicht ein bisschen.

Die ehrliche Antwort auf diese Frage lautete zunächst: Ruhetag. Montag zu. Küche kalt. Personal frei.

Und ich sage Ihnen: Mein Team hätte das gefeiert. Einen festen freien Tag in der Woche, das ist in der Gastronomie keine Selbstverständlichkeit, das ist ein Geschenk. Jede einzelne Kollegin und jeder einzelne Kollege hätte sich das verdient.

Und es wäre auch nichts Ungewöhnliches gewesen. Ein bis zwei gastronomische Ruhetage pro Woche sind heute selbst in Hotels unserer Kategorie längst Standard. Viele Häuser, die Sie vielleicht kennen, machen das schon seit Jahren so. Niemand regt sich darüber auf. Es ist einfach Realität.

Trotzdem haben wir uns dagegen entschieden. Weil wir nicht wollen, dass Sie montags ins Hotel kommen und abends mit einem leeren Magen ins Bett gehen. Das wäre kein Bösehof.

Also: Buffet.

Zugegeben, aller Anfang ist etwas holprig. Das wissen wir. Wir lernen noch, was funktioniert, was besser präsentiert werden kann, was fehlt. Aber das Feedback der allermeisten Gäste ist gut, und wir arbeiten jede Woche daran, es ein bisschen besser zu machen.

Was wir Ihnen versprechen können: Es steckt echte Küche dahinter. Kein Fertigkram, keine Abkürzungen. Und es ist keine Dauerlösung, die verstaubt, sondern ein Format, das wächst.

Was wir Ihnen außerdem sagen dürfen: Das Buffet ist kein Pflichtprogramm. Wer lieber ohne Abendessen im Haus bleibt, kann das tun. Wir zwingen niemanden zum Teller.

Der Bösehof war schon immer ein Haus, das sich bewegt. Das Montagsbuffet ist ein Teil davon. Wir freuen uns darauf, es mit Ihnen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Herzlichst,
Natascha Grotjohann