Die Geschichte

1826 verkauft Heinrich Böse, ein Bremer Zuckerfabrikant und überaus tatkräftiger Mann (1814/15 ist er Oberst seiner eigenen Kompanie) mit 42 Jahren seine Zuckerfabrik und erwirbt ausgedehnte Ländereien in Bederkesaer. Der Landsitz „Bösehof“ entsteht.

Bis 1857 – über einen Zeitraum von 30 Jahren – wirkt Böse unter anderem beim Bau des Geeste-Elbe-Kanals mit, setzt sich für die Bauern und das arme Volk in seiner Region ein und geht gegen die Politik des Hannoverschen Königreiches vor, bis er unter Hausarrest gestellt wird. Während dieser Jahre waren bedeutende Politiker, Dichter wie Hoffmann von Fallersleben und andere berühmte Mitmenschen seiner Zeit auf dem Bösehof zu Gast.

1857 verkauft Böse den „Bösehof“ und geht zurück nach Bremen.

1877 eröffnet die Familie Bohls, Eltern des Heimatforschers Dr. Jan Bohls, eine Gaststätte auf dem Bösehof und nennt sie „Waldschlößchen“.

1897 Ab diesem Jahr wechselt das „Waldschlößchen“ mehrfach seine Besitzer, bis es Ende der zwanziger Jahre vom Flecken Bederkesa erworben wird. Der Plan, ein Kurhaus mit Moorbädern zu errichten, scheitert an der einsetzenden Wirtschaftskrise.

1936 erwirbt der Gastronom Konrad Homfeld das „Kurhaus Waldschlößchen“ und bewirtschaftet es in den Folgejahren gemeinsam mit seiner Frau.

1953 verkauft das Ehepaar Hornfeld den Betrieb auf Leibrente an den Bremerhavener Wilhelm Humburg. Wegen seiner schweren Kriegsverletzung ist dieser jedoch nicht in der Lage, das „Waldschlößchen“ weiter zu führen.

31.01.1957 Günter Manke erwirbt im Alter von 22 Jahren den Bösehof. Ein Kredit der Brauerei Karlsburg in Bremerhaven, Erspartes von seinen Eltern und die tatkräftige Unterstützung seiner im Gastgewerbe erfahrenen Großmutter Martha Langerhans helfen.

01.03.1957 Das „Waldschlößchen Bösehof“ wird offiziell wiedereröffnet. In den folgenden Jahren werden verschiedene Umbau- und Renovierungsmaßnahmen vollzogen.

1961 erfolgt der erste größere Umbau, eine Kegelbahn und ein davor liegender Gesellschaftsraum entstehen. Der Garten wird grundlegend erneuert.

1962 wird die große Freitreppe vom Garten zum Hauseingang abgetragen, das Gelände wird aufgefüllt, ein ebenerdiger Kaffeegarten entsteht.

1965 wird der Saal grunderneuert. Der altersschwache Fussboden wird ausgetauscht.

1970 wird die alte Holzveranda abgerissen, ein doppelt so großes neues Restaurant entsteht. Neue Toilettenräume werden gebaut, die Küche wird renoviert und umgebaut.

1975 wird „Haus Allmers“ als erster Hoteltrakt mit 50 Betten und einem Hallenbad im Keller angebaut..

06.12.1975 Mit der Hoteleröffnung wird die Bezeichnung „Bösehof“ in den Namen des Hauses aufgenommen . Es heißt jetzt „Waldschlößchen Bösehof“.

1976 wird eine angrenzende Schule erworben. Nach ihrem Umbau dient sie als Mitarbeiterunterkunft, Wäscherei, Lager und Parkhaus. Im gleichen Jahr erfolgt der Beitritt zu den „Romantik Hotels“, einer Gruppe historischer Hotels in Deutschland und Europa.

1978 wird die Giebelansicht des Gasthauses durch den Vorbau einer Fachwerkfassade verschönert.

1985 wird der Saal ein zweites Mal renoviert.

1990/91 erfolgen größere Renovierungsmaßnahmen, der Wintergarten entsteht. Die Fassade des Restaurants wird abgerissen und durch die schöne Fachwerkwand mit ihren Erkerfenstern ersetzt. Der Zugang zum Parkplatz wird überdacht.

2000 wird der zweite dreigeschossige Hoteltrakt „Haus Jan Bohls“ gebaut; zunächst werden nur zwei Etagen eingerichtet. Zwischen den Hotelteilen entsteht die Badelandschaft; die medizinische Massage- und Bäderpraxis zieht in das alte Schwimmbad.

2003 kann die 3. Etage im „Haus Jan Bohls“ ausgebaut werden. Das Hotel verfügt jetzt über fast 100 Betten.

2006 wird „Haus Allmers“ vollständig renoviert, sämtliche Bäder werden neue eingerichtet, die Zimmer im 'Landhausstil' eingerichtet.

2010 Umbau der bis dahin in Fremdregie geführten Massage- und Bäderpraxis in ein hotelgeführtes Romantik Natur Spa für gehobene Wellnessansprüche mit Massagen aller Art, Rasul und Hamam sowie Kosmetikanwendungen.

2011/12 wird in zwölf Monaten Bauzeit während des laufenden Betriebes ein Küchenneubau nach neuesten ökonomischen und ökologischen Standards realisiert.